der tragische Verlust der Blutlinien

sehr, sehr lesenswert! Vor allem für Neuzüchter....

 

Der tragische Verlust der Blutlinien und Zuchtberatung | Neue ACD Gazette

Wühltischwelpen nein Danke!

so lautet eine Initiative von Tasso, VDH, BMT, TVT, GTVMT, Vier Pfoten und DOGS und gibt eine Checkliste heraus, anhand derer der Welpenkäufer erkennen soll, wie seriöser Tierschutz von kommerziellem Hundehandel unterschieden werden kann (www.wuehltischwelpen.de)

 

In dem anschließenden Fragenkatalog wird dann aber nicht weiter auf den Tierschutz eingegangen, sondern es werden Kriterien aufgezählt, anhand derer man erkennen könne, ob es sich um einen serösen Züchter oder Hundehändler/-Vermehrer  handle.

 

Wenn ich mir nun diesen Fragenkatalog ansehe und einige Fragen aufgreife und sie mit den Erlebnissen, die mir Welpeninteressenten geschildert haben, bzw. ihn mit eigenen Kenntnissen von VDH-Whippetzuchtstätten vergleiche, kann ich beim besten Willen in einigen  keine Seriosität  mehr erkennen:

 

Frage 1:  Sehen Sie das Muttertier?

- längst nicht jeder Züchter gewährt einen Einblick in die Welpenstube, in der Mutter und Welpen die ersten Wochen verbringen. So wurden bei bekundetem Interesse an einem Welpen, der auch Ausstellungsqualitäten besitzen sollte, ein paar der 2 Wochen alten Welpen geholt und den Interessenten gezeigt. Der Rest der Geschwister sowie die Mutterhündin und ihre Welpenstube blieben Geheimnis der Züchter.

 2:  Der Preis

- oh, ja, da sind die meisten Züchter äußerst seriös! Unter 1.200 €  verläßt kein Welpe das Haus

 

3: Wo und wie wird verkauft

wenn Verkauf aus dem Kofferraum, dreckigen Höfen oder auf Märkten alleiniges Merkmal einer unseriösen Zucht wäre, dann gibt es unter dem VDH keine unseriösen. (Obwohl, ging da nicht kürzlich ein Bericht von VDH -Terriern durch die Medien, die völlig verwahrlost in kleinen Käfigen in einer Scheune hockten!?)

 

4: Stellt der Verkäufer Fragen?

- auch da wurde mir berichtet, dass das nicht der Fall ist, im Gegenteil, man war sogar genervt ob der Fragen, die der Welpenkäufer hatte. So wurde der berechtigte Wunsch, die Welpen zunächst einmal unverbindlich besuchen und anschauen zu dürfen, mit der Antwort abgebügelt: "die sehen Sie doch, wenn Sie einen kaufen!" Und der Umstand, dass eine Hündin vorhanden war, der Züchter aber lediglich noch Rüden  abzugeben hatte, wurde als besonders passend dargestellt "weil Rüde und Hündin sich ja so gut verstehen". Richtig, ganz besonders gut sogar, wenn die Hündin läufig ist. Ob und wie man diesen Ausnahmezustand zu managen versteht, interessierte den Züchter nicht. Die beiden Rüden waren dann auch schneller weg als meiner, da ich nicht zu einem andergeschlechtlichen Hundekumpel abgebe, es sei denn, dieser ist bereits ein Kastrat. Dass wg. eines andersgeschlechtlichen Neuankömmlings kastriert wird, lehne ich entschieden ab und will das nicht verantworten.

 

weiter zu 7. Das Angebot:

(hier wird geraten, dass ein Züchter nicht mehr als 2 Rassen züchten sollte)

oh je, jetzt wird es richtig eng. Einfacher wäre es, bei zumindest einer Zuchtstätte aufzuzählen, welche Rassen dort NICHT gezüchtet werden oder wurden. Dass dieser Umstand alleine allerdings Tierleid nach sich zieht, sehe ich nicht und vermag es nicht zu sagen, das passiert allenfalls indirekt, denn bekannt ist, dass aus dieser Zuchtstätte (leider nicht der einzigen) vermehrt Hunde in die Wildzucht gehen, sei es der Umstand, dass eben nichts hinterfragt wird, wie auch die Tatsache, dass Rüden und Hündinnen an den gleichen Interessenten verkauft werden (der Tiermarkt von DHD24 ist voll davon).

Und mehr als  4 Würfe im Jahr?  Das ist doch fast schon der ganz normale Wahnsinn, allerdings nicht zu toppen von einem Züchter, der es seit Jahren alleine bei den Whippets auf rund 10 Würfe im Jahr bringt.

 

Punk 8. Die Verhandlung

hier wird beschrieben, wie sich optimalerweise der Welpeninteressent und sein künftiger Hausgenosse miteinander bekannt machen.

      Wie die Realität in einigen Zuchtstätten aussieht, habe ich unter Punkt 4 bereits beschrieben. Da wird schon der Wunsch, die Welpen erst einmal unverbindlich anschauen zu dürfen, schon als unverschämtes Ansinnen abgetan. Ein wenig Beratung und Schilderung, was denn die Rasse auch an Herausforderungen für den Hundehalter bereithält, gibt es äußerst selten.

 

Meine Meinung: VDH und die Zuchtverbände sollten sich nicht nur hinter solchen Initiativen verschanzen, sondern erst einmal in den eigenen Reihen die Zuchtbedingungen so weit verschärfen, dass solche Massenzuchten, Überproduktionen und die gegenwärtige Übereifrigkeit der regelmäßig neu hinzukommenden Neuzüchter nicht mehr möglich sind. Vielleicht könnte man dann wieder daran glauben, dass das züchten unter einem VDH-Verband so etwas wie ein Gütesiegel beinhaltet.

 

http://haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/

immer wieder höchst lesenswert. 

Da kocht mir auch gleich wieder die Galle hoch, dass dieser kleine, miese Drecksack von Tierarzt einen meiner abgegebenen Welpen weit nach dem 3.Lebensmonat/12. Woche gegen Tollwut geimpft hat und eine Gültigkeitsdauer von EINEM MONAT eingetragen hat. Verbrecher!!!!

15.11.2012, siehe "Hundediebstahl" unter Menüpunkt: Gedanken zu.....