Gesundheit und Ernährung

Grundsätzlich ist der Whippet eine der gesündesten Hunderassen. Allein der Körperbau ohne jegliche Übertreibungen und züchterisch bearbeitete Deformierungen von Gliedmaßen, Köpfen/Kiefern oder Ohren wie bei vielen anderen Rassen (beispielsweise Bassets, Möpsen, Bluthunden....) gibt dafür eine gewisse Garantie. Nichts ist an ihm übertrieben, was auch schon im Standard verankert ist. Der Whippet hat einen normalen Kiefer mit Scherengebiss, ein schönes geschlossenes Auge, Ohren, die nicht zu groß und schwer sind, leicht offen und daher "belüftet" (ich denke da an meinen früheren Cocker, der ständig Ohrentzündungen hatte), einen trockenen, athlethischen Körperbau mit geraden, festen Beinen, gut, aber nicht überwinkelt, einen festen, sehr gut bemuskelten Rücken, der eine gesunde Wirbelsäule auch im Renn-/Coursingsport garantiert.

Um die Rasse weiterhin gesund zu erhalten, bedarf es daher meines Erachtens  weiterhin des sportlichen Einsatzes. Nur die Weiterzucht mit leistungsfähigen Elterntieren garantiert den Erhalt der Rasse in seiner körperlichen Robustheit und seinem ursprünglichen Erscheinungsbild.

 

Hunde, die zu fett, zu schwer, zu stark gewinkelt und mit züchterisch überzogenen "Schwanenhälsen" ausgestattet sind, können den hohen Anforderungen eines rasanten, auf natürlichem, unebenen Untergrund stattfindenen Coursings (= die Jagd nach einem künstlichen Hasen) mit seinen schnellen Drehungen nicht mehr gerecht werden.

Ich lege daher auch mein besonderes Augenmerk auf eine sportliche Karriere meiner Hunde. Sie nehmen regelmäßig, aber wohldosiert an Coursingveranstaltungen teil. Der Whippet ist für die kurze, rasante Jagd gezüchtet, diese Fähigkeit gilt es zu erhalten, will man die Rasse (und nicht nur das Erscheinungsbild) erhalten. Hinzu kommt, dass ich mich auch der psychischen Gesundheit meiner Hunde verpflichtet fühle. Ein Whippet, der seiner rassetypischen Berufung nachkommen darf, ist ein glücklicher, fröhlicher und ausgeglichener Hund, der im Haus der angenehmste und unauffälligste Begleiter ist, den man sich nur vorstellen kann.

Auch wenn Whippets ein kurzes, Unterwolle- und fettfreies Haarkleid haben, müssen sie (sofern gesund und jung) nicht schon bei den ersten kühlen Tagen in die immer unsäglicher ausgestatteten Mäntel gesteckt werden. Da gibt es inzwischen gigantische Rollkragen, Kapuzen, Beinkleider, Doppelanzüge, aus denen kaum noch etwas Hund herausschaut.

Ein wärmender Mantel, der insbesondere den Rücken und die Nierenpartie schützt ist angebracht, wenn der Hund nicht in freier Bewegung ist, gar bei einer Sportveranstaltung bei Nässe und Kälte an der Leine auf seinen Einsatz warten muss und die Gefahr der Auskühlung der Muskulatur besteht. Beim Freilauf, toben mit Artgenossen und im Spiel  ist eine Bekleidung kontraproduktiv: der Körper lernt nicht mehr, sich auf unterschiedliche Temperaturen einzustellen und sich dadurch abzuhärten (ich vegleiche das mit den gesunden Saunagängen). Und oftmals sind die Mäntel bereits nach kurzer Zeit nass und stellen so eine wirkliche Gefahr der Verkühlung dar.

Neben dieser gesunden Abhärtung des Körpers durch viel Aufenthalt im Freien mit entsprechendem Freilauf, der eine gute Durchblutung des Körpers garantiert, ist das weitere wesentliche Standbein der Gesundheit natürlich die Ernährung.

Aus diesem Grunde bevorzuge ich eine möglichst artgerechte Fütterung mit Frischfleich in geeigneter Zusammenstellung von Innereien, Muskelfleisch und Knochen vorwiegend von Rind und Huhn, gelegentlich Fisch. Diese Art der Fütterung ist weder aufwändig noch teuer, noch bedarf sie irgendwelcher Berechnungstabellen. Insbesondere Pansen und Mischfleisch sind  Hauptbestandteil, ebenso die fast täglich verfütterten Hähnchenflügel, ca. ein mal wöchentlich gibt es Leber und/oder Herz. Gelegentliche Abwechslung und Nahrungsergänzung wird durch Reis, Haferflocken, Gemüse und, so freiwillig genommen, Obst geboten . Im Winter gibt es zur Unterstützung des Immunsystems auch guten Honig und Hagebutten (oftmals von den Hunden selbst gepflückt). Geeignete Essenreste, Butter, Quark, Öle und Heilerde sind weitere Komponenten des Futters. Und auch ein Stückchen Fleischwurst und ein gelegentliches Näpfchen voll Trockenfutter sind gerne genommene und gut vertragene Abwechlung.

 

 

 

lecker Hähnchenschenkel -  im Hintergrund eine der Pflegekatzen, die ich gelegenttlich für eine TSch-Orga aufgenommen habe